Schneider, Manfred. ""Ich zahle für jeden Literarhistoriker dreizehn Heller .". Möglichkeiten und Grenzen, Karl Kraus zu verstehen." Merkur 34 (1980): S. 1212–1223.

Kategorie
Deutungsversuche
KAB-Nummer
3.1.52
Autor*innen
Schneider, Manfred
Titel
"Ich zahle für jeden Literarhistoriker dreizehn Heller ...". Möglichkeiten und Grenzen, Karl Kraus zu verstehen
Erschienen in
Merkur
Nummer
34
Datum
1980
Seiten
S. 1212–1223
Kommentar
Essayistische Auseinandersetzung mit den subjektiven Vorbedingungen einer wissenschaftlichen Behandlung des Werkes von K. (und damit mit der Rolle, die dieses dem Leser zuweist) einerseits, mit diesem Werk selbst andrerseits. Zwei zentrale Gedanken: Nicht der Inhalt, sondern die Bewegung, das Ritual einer Grenzziehung zwischen dem Sprecher und einer feindlichen Welt, die sich in Gesprochenem repräsentiert, bildet das spezifische Moment der unendlichen Rede in der "Fackel" [ ... ] Einfühlbar sind lediglich die 'negativen ' Affekte. nicht aber die 'positiven ' (1216). Und die These, daß der "Fackel"-Diskurs der Rettung eines Schweigens gilt, das den Bereich authentischer Erfahrung versiegelt (1220), daß sich die "Fackel" der Rettung von Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten verschrieben habe (1221). Gerade in seiner Subjektivität sehr anregend.
Quelle
Aus: Scheichl, Sigurd Paul: Kommentierte Auswahlbibliographie zu Karl Kraus. 8. Fortsetzung. In: Kraus-Hefte 18 (April 1981).
How to cite: Digitale Karl-Kraus-Bibliographie. Digitalisierte Fassung von Sigurd Paul Scheichls Kommentierter Auswahlbibliographie zu Karl Kraus. Hrsg. v. Bernhard Oberreither und Peter Andorfer. ACDH. Wien 2025. URL: https://karl-kraus.github.io/kb-static/kab-entry-3.1.52.html