| Allerdings Tro-
glodyten, doch
glodyten, doch
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die mit besserm Recht den Zusammenhang zwischen | beider Übelihm und jenem
| erfaßt.Wesen bejaht.Denn der Nationalsozialismus hat die Presse nicht
vernichtet,sondern die Presse hatvden Neationalsozialismus
erschaffen.Scheinbar nur als Reaktion,in Wahrheitauch als
Fortsetzung.Jenseits aller Frage,mit welchem Humbug sie die
Masse nähren - sie sind Journalisten.Sie sind Leitartikler,
die mit Blut schreiben;.Ja,Feuil|| letonisten der Tat.Sie haben sie
die Höhle bezogen,als die das gedruckte Wort der ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿Altvordern die
Phantasie der Menschheit hinterlassen hat,und dass sie des
¿¿¿¿¿¿¿¿Zierrats entbehren oder ihn nicht nachstümpern
können,ist || gewissermaßenihr kultureller Vorsprung.Die Tat hat sich einmal
der Phrase entwunden und dass diese ihr weiter aufgestülptb,e
bleibt,hat nichts mehr zu bedeuten. Nimmt man aber die Gleich-
schaltung der Presse als politischen Eingriff,so bedeutet
sie nur | dieihre eigene letzte Möglichkeit,die letzte Stufe,
über die sie vermöge ihrer Konstitution nicht gelangen
kann,welche von Naturdie Prostitution ist.Die angebliche
Entehrung der deutschen Presse mag das Problem einer Journa-
listik sein,deren Meinung auf ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿freiem Fuss lebt,solange
politische Gewalt nicht eingreift und |Inserenten Masseusenannoncierende Schön-
heitspflegerinnen keinen Terror üben.Wenn Kommissare in
Redaktionen eindringen und „den Revolver auf den Schreib-
tisch legen“,so ist dies kriminialistisch insofern erheblich,
alsin manchen Fällen dort
| dannjetzt zwei liegemn.Aber nur auf
dem ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿journalistischen Flachland kann die Anschauung ge-
deihen,dass durch | seinedessen Verwüstung die „Kultur“ einen Ver-
lust erleidet.Das Moment¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿,existentielle, in jedem Einzelfall
beklagenswert,ist nach der Gemeinnützigkeit des verlorenen
Berufs zu bewerten,und
¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿
¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿
¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿
¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿
;es ist nur || noch gro-
tesk.Dem Leben
kann ihr Wort
nichts mehr an-
haben.tun.
| erfaßt.
vernichtet,sondern die Presse hat
erschaffen.Scheinbar nur als Reaktion,in Wahrheit
Fortsetzung.Jenseits aller Frage,mit welchem Humbug sie die
Masse nähren - sie sind Journalisten.Sie sind Leitartikler,
die mit Blut schreiben;.
die Höhle bezogen,als die das gedruckte Wort der ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿Altvordern die
Phantasie der Menschheit hinterlassen hat,und dass sie des
¿¿¿¿¿¿¿¿Zierrats entbehren oder ihn nicht nachstümpern
können,ist || gewissermaßenihr kultureller Vorsprung.Die Tat hat sich einmal
der Phrase entwunden und dass diese ihr weiter aufgestülpt
bleibt,hat nichts mehr zu bedeuten
schaltung der Presse als politischen Eingriff,so bedeutet
sie nur | die
über die sie vermöge ihrer Konstitution nicht gelangen
kann,welche von Natur
Entehrung der deutschen Presse mag das Problem einer Journa-
listik sein,deren Meinung auf ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿freiem Fuss lebt,solange
politische Gewalt nicht eingreift und |
Redaktionen eindringen und „den Revolver auf den Schreib-
tisch legen“,so ist dies kriminialistisch insofern erheblich,
als
dem ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿journalistischen Flachland kann die Anschauung ge-
deihen,dass durch | seine
lust erleidet.Das Moment¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿,existentielle
beklagenswert,ist nach der Gemeinnützigkeit des verlorenen
Berufs zu bewerten,und
¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿
¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿
¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿
tesk.Dem Leben
kann ihr Wort
nichts mehr an-
Legende
- Drucktext
- Typoskript
- Handschriftlicher Text, Karl Kraus
- Handschriftlicher Text, Druckerei oder Karl Kraus
- Graphenfolge in schwarzer Tinte
- Graphenfolge in Blei
- Graphenfolge in rotem Farbstift
- Graphenfolge in blauer Tinte
- Graphenfolge in blauem Farbstift
Getilgte GraphenfolgeZurückgenommene Tilgung- Unterstreichung
- Zurückgenommene Unterstreichung
- Graphenfolge mit Umrandung
- Zurückgenommene Umrandung
- Handschriftlicher Text, nachgezogen (keine Varianz erkennbar)
- Überschreibung mit Variante Überschreibung mit Varianz (Mouseover legt untere Textschicht frei)
- | – vereinheitlichtes Korrektur- und Einfügungszeichen
- – Tilgung (Deleatur)
- – Vertauschung (Transposition)
- Unsichere[?] Entzifferung[?]
- ¿¿¿¿¿¿¿ – nicht entzifferte Graphenfolge
- / – Start bzw. Ende einer Markierung für die Fackel Nr. 890-905
Jerusalemer Konvolut,
fol. [3] recto.
Standort, Signatur
Wien-Bibliothek, Handschriftensammlung, ZPH 2007.
Paginierung oben rechts: "230" (Bleistift auf Typoskript, eh., Zeitpunkt unklar)
Textträger, Grundschicht,
Digitalisat
Konvolut bestehend aus sechzehn maschinenbeschriebenen Blättern mit horizontaler Falz auf halber Höhe; teils starke Zerknitterung, Beschädigungen und Einrisse an den Rändern, gelbliche und rötliche Verschmutzungen.
Digitalisiert von der Wienbibliothek im Rathaus mit 400 dpi, 3.784 bis 3.816 Pixel Breite und 4.692 bis 4.736 Pixel Höhe.
Anmerkung:
Horizontale Falz auf halber Höhe, mittelstarke Beschädigungen vor allem der oberen und oberen rechten Blattkante; deutliche Knickspuren entlang der oberen Blattkante; leichte Verschmutzung (Stockflecken) im oberen Blattbereich.
Bearbeitungsschichten
- Radierer, Zeitpunkt unklar
- Korrekturen eh. mit schwarzer Tinte; Berücksichtigung erst in F 890-905
- Bleistift auf Typoskript, eh., Zeitpunkt unklar
- Bleistift, eh., ergänzt auch Lacunae d. ersten Schreibmaschine; schon in DW 1933 berücksichtigt
- Bleistiftkorrekturen eh.; Berücksichtigung erst in F 890-905
- Schreibmaschine
- Schreibmaschine, kräftigeres Farbband, ergänzt Lacunae d. ersten Schreibmaschine, in DW 1933 berücksichtigt
- Schreibmaschine, berücksichtigt erst in F 890-905, Farbband jedoch wie von Schreibmaschine 1
- Schreibmaschine
- Schreibmaschine, kräftigeres Farbband, ergänzt Lacunae d. ersten Schreibmaschine, in DW 1933 berücksichtigt
- Bleistift, eh., ergänzt auch Lacunae d. ersten Schreibmaschine; schon in DW 1933 berücksichtigt
- Bleistiftkorrekturen eh.; Berücksichtigung erst in F 890-905