| geht
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abgesehen davion,dass| wo schon die Tyrannei der Not Erwerbslose
gemacht hat,dürfte das Schicksal | ruinierterverjagter AÄrzte im Ver-
gleich zu dem der postenlosen Redakteure auch ausserkol-
legi|| alische Teilmnahme ansprechen.Aber noch journalistischer
ist die Idee,dass die Okkupartion des Druckbildes durch den
Sieger meiner Abneigung gegen den Besiegten zusagen könnte;
dass dieses durch Greuel errungene Scheuel mir eine posi-
tives Empfind| enung
weckt, und in mir ein „Wunschtraum“ erfüllt in Erfüllung
wird,wenn der Geist der Schöpfung nun nicht mehr von der intelligenten Dummheit
Intelligenz b¿¿¿¿¿¿edrängt wird,sondern von der Dummheit,die,
unvermögendwie jene ihr Prinzip rein zu erhalten,ihr na| chhe-
kommen wird.Als ob die Einsicht in die Verderblichkeit dessen,
was täglich erscheint und was || doch in jeder Art und Richtung |der
Sonne |¿¿¿zuwiderentgegenstrebt,
nicht im tiefsten Grund erst ihre Be-
stätigung erfahren hätte - bis dahin,wo | unsihr die scheinbaren
Gegensätze dieser Meinungswelt ineinanderfliessen.Als ob es
der Welt | im Innernpositiv etwas zu bedeuten hätte,wie die politischen
Faktoren sie anschauen, und ihre Meinungsverschiedenheiten aus
einem geistigen Grunde wesentlich wären und nicht bloss darum,
weil zwischen ihnen eine Menschheit leidet.WäreHerr Goebbels| der Faiseur des
¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿
Umsturzes
rechtzeitig beim Berliner Tag|| eblatt angekommen,dem er nicht
nur | zerebralkosmisch zugestrebt hat,so
wäre ihmr mehr als dessen Gleich-
schaltung erspart geblieben.In meinem Werk ist sie zwischen
den Gegenwelten vollzogen,weshalb ich,beiden verhasst,von
beiden reklamiert werden kann,mir zu völlig gleichwertigem
Verdruss.Aus den „Letzten Tagen der Menschheit“ holen sich die
Nachkommen der Wahnschaffe und Scharz-Gelber,was sie für
ihren|| n Zwecke
brauchen,d| erie in keinem Fall d| erie meinen
| istsind.Wahn-
schaffes sindaugenlblicklich und unmittelbar | gefährbedrohlicher,.
, deren Kinder heute wörtlich den
von mir erfundenen Dialog sprechen, 231 a
gemacht hat,dürfte das Schicksal | ruinierter
gleich zu dem der postenlosen Redakteure auch ausserkol-
legi|| alische Teilmnahme ansprechen.Aber noch journalistischer
ist die Idee,dass die Okkupa
Sieger meiner Abneigung gegen den Besiegten zusagen könnte;
dass dieses durch Greuel errungene Scheuel mir ein
tives Empfind| en
unvermögend
kommen wird.Als ob die Einsicht in die Verderblichkeit dessen,
was täglich erscheint und was || doch in jeder Art und Richtung |der
Sonne |
stätigung erfahren hätte - bis dahin,wo | uns
Gegensätze dieser Meinungswelt ineinanderfliessen.Als ob es
der Welt | im Innern
Faktoren sie anschauen, und ihre Meinungsverschiedenheiten aus
einem geistigen Grunde wesentlich wären und nicht bloss darum,
weil zwischen ihnen eine Menschheit leidet.Wäre
Umsturzes
rechtzeitig beim Berliner Tag|| eblatt angekommen,dem er nicht
nur | zerebral
schaltung erspart geblieben.In meinem Werk ist sie zwischen
den Gegenwelten vollzogen,weshalb ich,beiden verhasst,von
beiden reklamiert werden kann,mir zu völlig gleichwertigem
Verdruss.Aus den „Letzten Tagen der Menschheit“ holen sich die
Nachkommen der Wahnschaffe und Scharz-Gelber,was sie für
ihre
schaffes sind
von mir erfundenen Dialog sprechen, 231 a
| andern
Legende
- Drucktext
- Typoskript
- Handschriftlicher Text, Karl Kraus
- Handschriftlicher Text, Druckerei oder Karl Kraus
- Graphenfolge in schwarzer Tinte
- Graphenfolge in Blei
- Graphenfolge in rotem Farbstift
- Graphenfolge in blauer Tinte
- Graphenfolge in blauem Farbstift
Getilgte GraphenfolgeZurückgenommene Tilgung- Unterstreichung
- Zurückgenommene Unterstreichung
- Graphenfolge mit Umrandung
- Zurückgenommene Umrandung
- Handschriftlicher Text, nachgezogen (keine Varianz erkennbar)
- Überschreibung mit Variante Überschreibung mit Varianz (Mouseover legt untere Textschicht frei)
- | – vereinheitlichtes Korrektur- und Einfügungszeichen
- – Tilgung (Deleatur)
- – Vertauschung (Transposition)
- Unsichere[?] Entzifferung[?]
- ¿¿¿¿¿¿¿ – nicht entzifferte Graphenfolge
- / – Start bzw. Ende einer Markierung für die Fackel Nr. 890-905
Jerusalemer Konvolut,
fol. [5] recto.
Standort, Signatur
Wien-Bibliothek, Handschriftensammlung, ZPH 2007.
Paginierung oben rechts: "231" (Schreibmaschine)
Textträger, Grundschicht,
Digitalisat
Konvolut bestehend aus sechzehn maschinenbeschriebenen Blättern mit horizontaler Falz auf halber Höhe; teils starke Zerknitterung, Beschädigungen und Einrisse an den Rändern, gelbliche und rötliche Verschmutzungen.
Digitalisiert von der Wienbibliothek im Rathaus mit 400 dpi, 3.784 bis 3.816 Pixel Breite und 4.692 bis 4.736 Pixel Höhe.
Anmerkung:
Horizontale Falz auf halber Höhe.
Bearbeitungsschichten
- Radierer, Zeitpunkt unklar
- Schwarze Tinte eh., Zeitpunkt unklar
- Korrekturen eh. mit schwarzer Tinte; Berücksichtigung erst in F 890-905
- Bleistift auf Typoskript, eh., Zeitpunkt unklar
- Bleistift, eh., ergänzt auch Lacunae d. ersten Schreibmaschine; schon in DW 1933 berücksichtigt
- Bleistiftkorrekturen eh.; Berücksichtigung erst in F 890-905
- Schreibmaschine
- Schreibmaschine
- Bleistift auf Typoskript, eh., Zeitpunkt unklar
- Bleistift, eh., ergänzt auch Lacunae d. ersten Schreibmaschine; schon in DW 1933 berücksichtigt