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kanaille,gestürzt!Diesem Manne kommt nicht lokal wienerische,
nicht österreichische,nicht deutsche Bedeutung allein zu,dieser
Mann hat den Ariogermanen wieder das Recht der öffentlichen
Ausprache zurückgegebnen, er hat es uns ermöglicht,dass wir jetzt,
wo wir das überwältigende Schauspiel erleben,dass sich über de,m
seiner Lösung sich nähernden Nationalitäten-Problem riesengross
das Rassenproblem erhebt und Europa und seiner Kultur der Unter-
gang in der gelben und schwarzen Flut drofht,unsere mahnende und
belehrende Stimme erheben können.Er hat uns die Sprache wieder
gegeben und die bellende „Journaille“ mundtot gemacht.Wer daher
Kalrl Kraus schmäht,der degradiert sich selbst,der tritt von selbst
in die Reihen des allerdings noch immer nur zu zahlreichen Heer-
haufens wissenschaftlicher und literarischer Korruptionisten,
Scharlatane und Marodeure. Diese Apologie enthält nebst den grundlegenden Irrtümern
weltanschaulicher Auffassung vor allem die Fehlansicht,dass es
mir schon 1913 gelungen sei,die Presse unschädlich zu machen, welche
die gleich darauf den Weltkrieg bewirkte und förderte,aus
ihm als der einzige Sieger hervorgieng und es mit unauf-halt-
samem Wachstum ihrer Geistes| gewaltmacht bis zur Realisierung des
Nationalsozialismus || gebracht| hate.Man muss natürlich immer ver-
stehen,dass für diese Wertung des eigentlichen journalis-
tischen Wirkens der lächerliche Aussenbegriff einer Press-
freiheit mit ihrer Genehmigung oder Einschränkung durch den
ohnmächtigen Staat überhaupt nicht in Betracht kommt;selbst
| ihre totalederen volle Sistierung für den politischen Zweck vermag nichts
gegen die Verderblichkeit des in die Machine dktiertenschine diktierten,
wie immer gesinnten Wortes,und mögen hundert Staatsanwäelte
nicht österreichische,nicht deutsche Bedeutung allein zu,dieser
Mann hat den Ariogermanen wieder das Recht der öffentlichen
Ausprache zurückgegebnen, er hat es uns ermöglicht,dass wir jetzt,
wo wir das überwältigende Schauspiel erleben,dass sich über de,m
seiner Lösung sich nähernden Nationalitäten-Problem riesengross
das Rassenproblem erhebt und Europa und seiner Kultur der Unter-
gang in der gelben und schwarzen Flut drofht,unsere mahnende und
belehrende Stimme erheben können.Er hat uns die Sprache wieder
gegeben und die bellende „Journaille“ mundtot gemacht.Wer daher
Kalrl Kraus schmäht,der degradiert sich selbst,der tritt von selbst
in die Reihen des allerdings noch immer nur zu zahlreichen Heer-
haufens wissenschaftlicher und literarischer Korruptionisten,
Scharlatane und Marodeure. Diese Apologie enthält nebst den grundlegenden Irrtümern
weltanschaulicher Auffassung vor allem die Fehlansicht,dass es
mir schon 1913 gelungen sei,die Presse unschädlich zu machen, welche
ihm als der einzige Sieger hervorgieng und es mit unauf-halt-
samem Wachstum ihrer Geistes| gewalt
Nationalsozialismus || gebracht| hat
stehen,dass für diese Wertung des eigentlichen journalis-
tischen Wirkens der lächerliche Aussenbegriff einer Press-
freiheit mit ihrer Genehmigung oder Einschränkung durch den
ohnmächtigen Staat überhaupt nicht in Betracht kommt;selbst
| ihre totale
gegen die Verderblichkeit des in die Machine dktiertenschine diktierten,
wie immer gesinnten Wortes,und mögen hundert Staatsanwäelte
Legende
- Drucktext
- Typoskript
- Handschriftlicher Text, Karl Kraus
- Handschriftlicher Text, Druckerei oder Karl Kraus
- Graphenfolge in schwarzer Tinte
- Graphenfolge in Blei
- Graphenfolge in rotem Farbstift
- Graphenfolge in blauer Tinte
- Graphenfolge in blauem Farbstift
Getilgte GraphenfolgeZurückgenommene Tilgung- Unterstreichung
- Zurückgenommene Unterstreichung
- Graphenfolge mit Umrandung
- Zurückgenommene Umrandung
- Handschriftlicher Text, nachgezogen (keine Varianz erkennbar)
- Überschreibung mit Variante Überschreibung mit Varianz (Mouseover legt untere Textschicht frei)
- | – vereinheitlichtes Korrektur- und Einfügungszeichen
- – Tilgung (Deleatur)
- – Vertauschung (Transposition)
- Unsichere[?] Entzifferung[?]
- ¿¿¿¿¿¿¿ – nicht entzifferte Graphenfolge
- / – Start bzw. Ende einer Markierung für die Fackel Nr. 890-905
Jerusalemer Konvolut,
fol. [13] recto.
Standort, Signatur
Wien-Bibliothek, Handschriftensammlung, ZPH 2007.
Paginierung oben rechts: "234" (Schreibmaschine)
Textträger, Grundschicht,
Digitalisat
Konvolut bestehend aus sechzehn maschinenbeschriebenen Blättern mit horizontaler Falz auf halber Höhe; teils starke Zerknitterung, Beschädigungen und Einrisse an den Rändern, gelbliche und rötliche Verschmutzungen.
Digitalisiert von der Wienbibliothek im Rathaus mit 400 dpi, 3.784 bis 3.816 Pixel Breite und 4.692 bis 4.736 Pixel Höhe.
Anmerkung:
Horizontale Falz auf halber Höhe, minimale Beschädigungen der Blattkanten; horizontale Bleistiftlinie an der unteren linken Blattkante.
Bearbeitungsschichten
- Bleistift auf Typoskript, eh., Zeitpunkt unklar
- Bleistift, eh., ergänzt auch Lacunae d. ersten Schreibmaschine; schon in DW 1933 berücksichtigt
- Bleistiftkorrekturen eh.; Berücksichtigung erst in F 890-905
- Schreibmaschine
- Schreibmaschine